Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Dieses Buch ist mir mehrfach empfohlen worden. Allerdings geht es um ein Mädchen, das an Krebs erkrankt ist. Will man das wirklich lesen?

Die an Schilddrüsenkrebs erkrankte 16jährige Hazel lernt Augustus kennen. Dieser hat auch nach einer Krebserkrankung ein Bein verloren. Anders als die anderen Jugendlichen in der Selbsthilfegruppe ist Augustus lebensbejahend und muntert Hazel auf, es entsteht eine sanfte Liebesgeschichte zwischen den beiden, obwohl immer der Tod über ihnen schwebt.

Die Geschichte ist unheimlich berührend, gleichzeitig witzig. Ich habe gelacht, aber auch bitterlich geweint. Ein wirklich lesenswertes Buch, das aber sicherlich nicht zu jeder Stimmung passt.

Zahlen und Fakten

John Green: Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Verlag: Carl Hanser Verlag
ISBN: 978-3446240094
Preis: 16,90 Euro

Engel des letzten Tages

Dieses Buch war eine Empfehlung von Christine Westermann. Die Buchempfehlungen kommen auf WDR2 immer sonntags vormittags und meistens trifft der Geschmack von C. Westermann meinen ganz gut, habe dort schon viele wunderbare Bücher entdeckt. Tja, an dieses Buch bin ich auch mit unglaublich hohen Erwartungen gegangen, was leider bei mir oft ein fataler Fehler ist. Denn wenn es dann unter den Erwartungen bleibt bin ich enttäuscht – diesmal leider auch! Aber wie gesagt, vielleicht lag es an der Erwartungshaltung, die Geschichte klingt nämlich eigentlich unheimlich zauberhaft.

Wir begleiten eine Gruppe von Engeln, deren Aufgabe es ist, Menschen, die bald sterben werden, noch ein letztes Mal zur Seite zu stehen. Leider ist die Aufgabe nicht ganz einfach, denn nicht nur, dass die Engel keine Flügel haben, sie haben auch nicht viel Zeit und nur begrenzte Möglichkeiten. So können sie nur bei wenigen Menschen versuchen, ihnen ein letztes Mal ein bißchen Freude zu spenden.

Die Geschichte ist ein wenig skurril, die Engel treffen sich auf den Brücken von Prag, aber welcher Ort wäre auch der richtige? Dabei philosophieren sie über ihre Arbeit und hinterfragen diese auch. Erst zum Ende stellt sich die Verbindung zwischen den einzelnen Menschen heraus, dafür muss man meiner Meinung nach, ganz schön aufpassen, dass man alle Namen ordentlich zuordnet (ich habe zwischendurch zurückblättern müssen).

Zahlen und Fakten

Michal Viewegh: Engel des letzten Tages
Verlag: Zsolnay Verlag
ISBN: 978-3552061286
Preis: 14,90 Euro

Das Beste am Leben

das-beste-am-lebenIn einer Zeitschrift habe ich eine kurze Rezension von diesem Buch gelesen, und irgendwie hat mich die Geschichte angesprochen, so dass ich es direkt bestellt habe.

Delia, eine junge Mutter und Ehefrau leidet an Krebs. Da ihr die Medizin nicht mehr weiterhelfen kann, ist ihre Lebenszeit begrenzt. Sie hat schon früher Haushaltsratgeber geschrieben und entscheidet sich nun einen Ratgeber zum Sterben zu schreiben. Parallel wird auch noch ein Erzählstrang aus ihrer Vergangenheit erzählt, von dem ich aber nicht allzu viel verraten will.

Die Geschichte ist schon was ganz besonderes. Obwohl es in dem Buch um Trauer und Schmerz geht, wird dies nicht auf konventionelle Art und Weise beschrieben. Teilweise ist es aber auch so eigensinnig, dass es mich eher abgeschreckt hat. So besorgt Delia ihren Sarg und lässt sich für ihr Titelbild in diesem ablichten. Das klappt allerdings nicht, das die Bilder doch nich so gut aussehen. Ihre Kinder und auch ihr Mann sollen ihr dann auf dem Sarg etwas hinterlassen. Sie bittet sie, den Sarg zu bemalen. Im Buchdeckel steht, dass das Buch sehr humorvoll war – mein Humor war das allerdings nicht…

Zahlen und Fakten

Debra Adelaide: Das Beste am Leben
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3764503215
Preis: 19,95 Euro