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Die Stadt der Blinden

stadt-der-blindenEine Freundin hat mir von dem Buch vorgeschwärmt, dann habe ich irgendwann gesehen, dass das Buch verfilmt wurde und wollte mit ihr ins Kino. Das haben wir leider nicht geschafft und die DVD kommt wohl erst im April, außerdem habe ich mittlerweile gehört, sie soll eher schlecht sein.

Aber zum Buch. In einer Stadt erblinden auf unerklärliche Weise die Menschen. Wie eine Epidemie breitet sich die Blindheit aus.  Die ersten, die ihr Augenlicht verlieren, werden in einer ehemaligen Irrenanstalt unter Quarantäne gesetzt. Hier werden sie von der Regierung ihrem Schicksal überlassen. Eine Frau, die ihren Ehemann nicht alleine lassen will, gibt vor, auch erblindet zu sein, um nicht von ihm getrennt zu werden.

Die Geschichte nimmt teilweise einen sehr abstoßenden Verlauf, denn das Leben innerhalb dieser Irrenanstalt nimmt sehr schnell groteske und menschenunwürdige Zustände an. Aber nicht nur, weil von außen die Organisation nicht gut funktioniert, sondern auch unter den Blinden, versuchen die meisten ihren eigenen Vorteil zu finden.  Ein sehr beeindruckendes, gesellschaftskritisches Werk. Auf jeden Fall erzählenswert. Interessant ist der Schreibstil, keiner der Personen hat einen Namen, sondern es ist immer nur die Rede vom Mann, der als erster erblindete oder von der Frau des Arztes.

Zahlen und Fakten

José Saramago: Die Stadt der Blinden (Affiliate Link)
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3498063184
Preis: 21,00 Euro

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